Jugendliche verstärkt in die Berufsbildung integrieren und den Nachwuchs sicherstellen

13.11.2012 - Medienmitteilung

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An der heutigen fünften Konferenz Berufsbildung zogen Regierungsrätin Regine Aeppli und Regierungsrat Ernst Stocker zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft eine positive Zwischenbilanz zur aktuellen Lehrstellensituation im Kanton Zürich. Verabschiedet wurde auf der Grundlage des Lehrstellenberichts 2012 ein Massnahmenpapier mit drei Handlungsfeldern: Leistungsschwächere Jugendliche sollen verstärkt unterstützt, Berufstalente gefördert und die Stärken der Berufsbildung besser bekannt gemacht werden.

Zum fünften Mal fand dieses Jahr die Konferenz Berufsbildung statt, an der nebst Regierungsrätin Regine Aeppli und Regierungsrat Ernst Stocker Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft teilnahmen. Bilanziert wurde, dass die während der letzten Jahre verbundpartnerschaftlich beschlossenen Massnahmen Wirkung zeigen: Die Situation auf dem Lehrstellenmarkt ist trotz des schwierigen Wirtschaftsumfelds solid. Auf den Lehrbeginn 2012 wurden im Vorjahresvergleich mehr Lehrverträge für die zwei- bis vierjährigen beruflichen Grundbildungen abgeschlossen (+ 4,2 Prozent, per Ende Juli). Mehr Jugendlichen gelang der direkte Einstieg in die Berufsbildung. Die Anmeldungen für Berufsvorbereitungsjahre gingen dementsprechend zurück (-7,9 Prozent, per Mitte Juli). Dies geht aus dem neuen Lehrstellenbericht Kanton Zürich 2012 hervor.

Beschlossen wurde an der Konferenz, dass die bereits lancierten Massnahmen zur Optimierung des Lehrstellenmarktes weitergeführt, überprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt werden sollen.
Definiert wurden zudem drei Handlungsfelder, die für die Zukunft einer leistungsfähigen Berufsbildung zentral sind:

  • Verstärkte Integration von Jugendlichen in die Berufsbildung
    Hier liegt der Fokus auf der Unterstützung von leistungsschwächeren Jugendlichen beim Übergang in die Berufsbildung. Sie sollen die Berufsbildung möglichst erfolgreich durchlaufen und einen eidgenössischen Abschluss erreichen können. Auch soll die Zahl der Lehrvertragsauflösungen gesenkt und die Erfolgsquote bei den Lehrabschlüssen erhöht werden. Zudem sollen Jugendliche mit Migrationshintergrund noch gezielter unterstützt werden.
  • Talente in der Berufsbildung fördern
    Leistungsstarke Jugendliche sollen motiviert werden, den Karriereweg über die Berufsbildung zu gehen. Um die Berufsbildung als Karrierestart besser zu positionieren, soll die Information der Eltern und Jugendlichen über die Berufsmaturität und die höhere Berufsbildung und die damit verbundenen Aufstiegschancen intensiviert werden. Gefördert werden soll zudem die berufliche Mobilität von Lernenden und deren Teilnahme an regionalen, nationalen und internationalen Wettbewerben.
  • Stärken und Bedeutung der Berufsbildung vor dem Hintergrund der Zuwanderung bekannter machen
    Neben der Stärkung von sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen von Jugendlichen für den internationalen Arbeitsmarkt ist die Vermittlung von Kenntnissen über die Berufsbildung und deren Anschlussmöglichkeiten an die höhere Berufsbildung und die Fachhochschulen sicherzustellen. Zugewanderte Eltern und Jugendliche sollen über die Attraktivität der Berufsbildung besser informiert und international tätige Betriebe vermehrt für das duale Modell gewonnen werden.

(Gemeinsame Medienmitteilung der Bildungsdirektion und der Volkswirtschaftsdirektion)

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