Neue Grundlage für die Finanzierung der höheren Berufsbildung

14.01.2013 - Medienmitteilung

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Der Bundesbeitrag für den Kanton Zürich an die Berufsbildung wird angehoben. Damit kann eine neue Grundlage geschaffen werden für die Finanzierung von Leistungen der Berufsbildung in den Bereichen überbetriebliche Kurse, höhere Berufsbildung und Weiterbildung. Der Regierungsrat hat dazu die Verordnung über die Finanzierung von Leistungen der Berufsbildung (VFin BBG) und die Finanzcontrollingverordnung geändert. Die beiden Verordnungen sind per 1. Januar 2013 in Kraft getreten.

Der Bundesbeitrag an die Berufsbildung steigt für den Kanton Zürich von rund 80 Millionen Franken im Jahr 2009 auf voraussichtlich 110 Millionen Franken im Jahr 2013. Mit diesen Mehreinnahmen kann die höhere Berufsbildung und die Weiterbildung verstärkt gefördert werden. Gleichzeitig wird die Finanzierung von Leistungen der Berufsbildung einfacher und transparenter gestaltet. Der Regierungsrat hat dafür die Verordnung über die Finanzierung von Leistungen der Berufsbildung (VFin BBG) geändert. Die Änderungen betreffen die Finanzierung der überbetrieblichen Kurse, der höheren Berufsbildung und Weiterbildung. Erforderlich ist gleichzeitig eine Anpassung der Finanzcontrollingverordnung vom 5. März 2008. Für die gemäss Gesetz beitragsberechtigten Bildungsangebote oder Institutionen wird neu pro Studierender und Kurstag bzw. Lektion eine Pauschale ausgerichtet, die sich nach gesamtschweizerisch festgelegten Werten richtet.

Überbetriebliche Kurse

Die überbetrieblichen Kurse sind Teil der beruflichen Grundbildung, in denen ergänzend zur Bildung in Betrieb und Berufsfachschule grundlegende praktische Fertigkeiten gelehrt werden. Die Kostenanteile an diesen Kursen wurden im Sinne einer Übergangsbestimmung für 2010 bis 2012 bereits in Form von Pauschalen ausgerichtet. Da sich dieses Modell bewährt hat, wird sie in die VFin BBG übernommen. Zusätzlich zu den Pauschalen wurde 2010 bis 2012 ein Kantonsbeitrag von 20 Prozent der jeweiligen Pauschale ausgerichtet. Diese Zusatzfinanzierung wird für das Jahr 2013 durch den kantonalen Berufsbildungsfonds getragen.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Die höhere Berufsbildung umfasst Bildungsgänge an höheren Fachschulen sowie vorbereitende Kurse auf eidgenössische Berufs- und höhere Fachprüfungen. Die Förderung der berufsorientierten Weiterbildung betrifft berufsspezifische Kurse sowie Angebote im Bereich Arbeitstechnik und Landessprachen; bei der allgemeinen Weiterbildung liegt der Fokus auf der Vermittlung von Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben und Alltagsmathematik.

Das neue Finanzierungsmodell trägt bezüglich der höheren Berufsbildung und Weiterbildung den gesetzlichen Grundlagen des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Berufsbildung (EG BBG) bei der Übernahme von Kostenanteilen und der Ausrichtung von Subventionen Rechnung. Ermöglicht wird dadurch eine bessere Steuerung der staatlichen Finanzierung der Angebote. Zudem wird durch die rechtsgleiche Subventionierung die Freizügigkeit für Studierende der höheren Berufsbildung verbessert, wie dies bei den Hochschulen bereits der Fall ist.

In Kraft gesetzt wurden die Verordnungsänderungen auf den 1. Januar 2013. Eine Übergangsfrist ermöglicht es Anbietern entsprechender Leistungen, die nötigen Anpassungen vorzunehmen.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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