Kantonale Lehrstellenkonferenz 2016

05.04.2016 - Mitteilung

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Am 31. März 2016 fand die Lehrstellenkonferenz 2016 zum vielfach kontrovers diskutierten Thema „Lehrabschluss bestanden!?“ statt.

Rund 180 Interessierte aus Wirtschaft und Bildung trafen sich in der Messe Zürich zur jährlichen Lehrstellenkonferenz. Einmal mehr wurde ein aktuelles und kontrovers diskutiertes Thema der Berufsbildung - die Lehrabschlussprüfung - aufgegriffen.

In seinem Einstiegsreferat umriss Amtschef Marc Kummer kurz die Lehrstellensituation, die sich - wie in den letzten Jahren auch - in guter Verfassung präsentiert. Trotzdem gilt es, anstehende Herausforderungen anzupacken. Dazu gehört beispielsweise die Förderung der lehrbegleitenden Berufsmaturität, die Senkung der Anzahl Lehrvertragsauflösungen aber auch die Massnahmen zur Erhöhung der Erfolgsquote an den Lehrabschlussprüfungen.

Andreas Billeter, Vorstandsmitglied Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS), zeigte aus Sicht einer Branche mit relativ hoher Misserfolgsquote folgende Problematik auf: Ist es das Image der Autoberufe, liegt es am Selektionsverfahren oder gar an der Trägheit des Berufsbildungssystems, dass mit der rasanten technischen Entwicklung nicht mitgehalten werden kann? Die Antworten auf diese Fragen zu finden, ist für das Autogewerbe nicht einfach. Einzelne Massnahmen hat der zürcherische Branchenverband aber schon initiiert, beispielsweise Weiterbildungsveranstaltungen für die Berufsbildner/innen.

Mit diesen Fragen sieht sich gemäss Angelika Locher, Leiterin Berufsbildung HRM im Kantonsspital Winterthur, das Spital Winterthur nicht konfrontiert. Anhand von 12 Erfolgs-faktoren zeigte sie auf, wie wichtig die sorgfältige Rekrutierung und Begleitung der Lernenden ist. Und dass diese Begleitung nicht nur fördern sondern auch fordernd sein sollte.

Wie komplex das Qualifikationsverfahren ist und welche Akteure und Einflussfaktoren auf das Thema Lehrabschlussprüfung wirken, zeigte im letzten Referat Andres Meerstetter, Leiter der Abteilung Betriebliche Bildung des Mittelschul- und Berufsbildungsamts, auf.

In der anschliessenden Diskussionsrunde stellten sich die Referentin und Referenten sowie ein Prüfungskommissionspräsident und eine Berufseinsteigerin den kritischen Fragen der Moderatorin Esther Girsberger. Im Rahmen des Gesprächs wurde deutlich, dass erfolgversprechende Lösungen berufsspezifisch sein sollten und dass es keinen "leichten" Weg gibt.

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