Fragen und Antworten

Allgemeine Fragen

Handelt es sich dabei um eine Sparmassnahme?
Nein, es ist keine Sparmassnahme. Es geht primär darum, die Schulen so aufzustellen, dass sie die Herausforderungen der Zukunft gut meistern und wichtige Themen aktiv aufnehmen können. Stichworte sind etwa Veränderungen der Arbeitswelt, die Digitalisierung und das Zürcher Bevölkerungswachstum.

Was kostet der Umbau?
Die Kosten können erst auf der Basis eines konkreten Lösungsvorschlags abgeschätzt werden. In der laufenden Diskussionsphase wird unter anderem auch geklärt, welche Ressourcen die Schulen für die Umsetzung benötigen.

Wieso gerade vier Parallelklassen pro Beruf und Lehrjahr?
Es handelt sich hierbei um eine Vorgabe des Bildungsrates (Bildungsratsbeschluss).
Um einen professionellen, qualitativ hochstehenden Unterricht in einem Beruf gewährleisten zu können, benötigt eine Schule eine Fachschaft von einer bestimmten Grösse. Mit vier Parallelklassen können mindestens zwei volle Lehrerpensen für den berufskundlichen Unterricht besetzt werden. 

Was bedeutet das für die Lehrpersonen?

Werden Stellen abgebaut?
Es geht im Projekt nicht darum, Stellen zu reduzieren. Mit der Umteilung von Berufen von einer Schule an eine andere kommt es aber zu Verschiebungen von Stellen, insbesondere bei den Berufskunde-Lehrpersonen. Das heisst, dass sich in einigen Fällen der Arbeitsort ändern wird.

Werden Schulen geschlossen?
Nein, es besteht keine Absicht, Schulen zu schliessen. Aufgrund der aktuellen statistischen Berechnungen ist an den Zürcher Berufsfachschulen bis 2030 mit einer Zunahme von 11 000 Lernenden zu rechnen. Es ist jedoch noch nicht klar, welche Berufe wie stark betroffen sein werden.

Werde ich meinen Arbeitsort wechseln müssen?
Das ist möglich. Wenn ein Beruf bzw. Berufsfeld von einer Schule an eine andere verschoben wird, ändert auch der Arbeitsort der betroffenen Berufskunde-Lehrpersonen.

Wird es Lohneinbussen / kleinere Pensen geben?
Pensumsreduktionen sind im Einzelfall nicht auszuschliessen. Es geht im Projekt jedoch nicht darum, Stellen oder Pensen zu reduzieren. An der Entlöhnung von Lehrpersonen im Kanton Zürich wird sich nichts ändern.

Was bedeutet das für die Lehrbetriebe?

Wird der Umbau dabei helfen, dass Betriebe wieder genügend Lernende finden?
 Für die Attraktivität eines Berufs ist eine gut aufgestellte Berufsfachschule ein wichtiger Aspekt. Jugendliche wählen jedoch letztendlich primär einen Beruf und den Betrieb, in dem dieser erlernt werden kann und nicht die Berufsfachschule. Somit sind insbesondere betriebliche Faktoren im Lehrbetrieb und die Berufswerbung des Branchenverbandes zentral.

Wie werden die Lehrbetriebe in das Projekt involviert?
Das Projekt wurde am 20. September 2018 mit einer Kickoff-Veranstaltung gestartet. Alle Betroffenen sind somit von Anfang an im Projekt involviert. Die vorliegende Diskussionsgrundlage in Verbindung mit einer transparenten Kommunikation soll den Einbezug von allen Involvierten und Beteiligten ermöglichen. Eine Vertretung der Arbeitgeberorganisationen ist zudem in der Reflexionsgruppe und war somit auch in die Vorbereitungsarbeiten involviert.  

Was bedeutet das für Schülerinnen und Schüler?

Werden Schülerinnen und Schüler das Schulhaus wechseln müssen?
Aktuell ist noch nicht entschieden, wie die neue Berufszuteilung umgesetzt werden soll. Dieser Aspekt ist ein wichtiges Thema, das im Rahmen der Diskussionsphase mit den Schulen geklärt werden soll. Deshalb kann diese Frage zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden.

Wie viele Lernende werden betroffen sein?
Nach einer Schätzung auf der Basis der Daten von November 2017 ändert sich durch die Neuzuteilung der Berufe der Schulort für etwa 6150 Lernende also 15 % aller Lernenden, die im Kanton Zürich eine Berufsfachschule besuchen.