Teilprojekt Personal

Parallel zu den Gesprächen über die Diskussionsgrundlage startete das Teilprojekt Personal. Im Rahmen des Teilprojekts wurden Massnahmen erarbeitet um den Wechsel von Lehrpersonen, die sich im Zusammenhang mit der Neuzuteilung der Berufe an die Schulen ergeben werden, optimal zu begleiten.
 
Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertretungen der Rektoren, der Schulkommissionen, der Personalverbände und der Lehrpersonenvereinigungen zusammen.

Die Massnahmen wurden in den folgenden drei Handlungsfeldern erarbeitet:

  • Kommunikation
  • Überführung von Lehrpersonen
  • Gestaltung der Übergangsphase

1. Kommunikation

Die Mitarbeitenden sollen während des ganzen Projekts Zugang zu den aktuellen Informationen haben. Hierzu dient in erster Linie die Projektwebseite. Hier besteht auch die Möglichkeit, sich für den Newsletter [Link] anzumelden. Bei Fragen zum Projekt können sich Mitarbeitende zudem an die E-Mail-Adresse kompetenzzentren@mba.zh.ch wenden.

Persönliche Betroffenheiten können hier jedoch nicht adressiert werden, diese sind an die Schule zu richten.

Die Mitarbeitenden werden zusätzlich an Informationsveranstaltungen durch die Projektleitung an den Schulen aus erster Hand informiert.

Massnahme 1.1: Die Webseite des Projekts, der Newsletter sowie die Informations-Mailadresse werden aktiv via die Konvente, die Synode und die Verbände bei den Mitarbeitenden beworben.

Massnahme 1.2: Die Schulleitungen werden gezielt befähigt, aktuelle Auskünfte zum Projekt zu erteilen. Bei Rückfragen steht den Schulleitungen die Projektleitung zur Verfügung.

Massnahme 1.3: Die FAQ-Sammlung auf der Webseite wird durch personalspezifische Fragen ergänzt.  

2. Überführung der Lehrpersonen

Auf welche Art Lehrpersonen betroffen sind, hängt massgeblich davon ab, ob die Berufe per Stichtag an die neue Schule übergehen oder ob der Übergang schrittweise erfolgt. Unabhängig davon, ob die Berufe per Stichtag von der alten zur neuen Schule übergehen oder ob der Übergang schrittweise erfolgt, werden die betreffenden Lehrpersonen anstellungsmässig per Stichtag an die neue Schule überführt. Die Lehrpersonen werden so jeweils nur einen Arbeitgeber haben.

Massnahme 2.1: Die Anstellungsverhältnisse der Lehrpersonen werden per Stichtag an die neue Schule überführt. Unterrichtet eine Lehrperson während der Übergangsphase an zwei Schulen gleichzeitig, sollen nicht zwei Anstellungen bestehen.

Massnahme 2.2: Auf die Ausstellung einer Entlassungsverfügung soll nach Möglichkeit verzichtet werden. Wird die Funktion sowie die Einreihung einer Lehrperson an der neuen Schule unverändert weitergeführt, wird eine Versetzungsverfügung erlassen.

Massnahme 2.3: Die Präsidentinnen und Präsidenten der Schulkommissionen sowie die Rektorinnen und Rektoren verpflichten sich im Rahmen eines Commitments zur Übernahme der unbefristet angestellten Lehrpersonen. Allfällig bestehende Problematiken bezüglich Leistung und Verhalten sollen auf dem ordentlichen personalrechtlichen Weg und nicht in Zusammenhang mit dem Projekt angegangen werden. Gespräche mit den einzelnen Lehrpersonen können von den Rektorinnen oder Rektoren der beiden Schulen zusammen geführt werden.

Massnahme 2.4: Eine mbA-Lehrperson kann von der neuen Schule ohne mbA-Wahlverfahren und ohne öffentliche Ausschreibung übernommen werden. Eine ausnahmsweise Aberkennung eines bereits vorhandenen mbA-Status ist zu begründen. Bis zur Umsetzung des Projekts sind die Schulen bei der Ernennung von neuen mbA-Lehrpersonen zurückhaltend.

Massnahme 2.5: Es wird eine neutrale Stelle am MBA eingerichtet, an welche sich sowohl Schulleitungen als auch Lehrpersonen wenden können. Diese Stelle kann auch bei schwierigen Gesprächen beigezogen werden.

Massnahme 2.6: Sollte das KV Zürcher Oberland zu Stande kommen, würde sich die Überführung der Lehrpersonen vom KV Wetzikon in die kantonalen Anstellungsbedingungen an der Überführung des KV Uster 2013 orientieren. Damals wurden die bisherigen Anstellungsbedingungen grossmehrheitlich beibehalten, wobei die Unterschiede sehr geringfügig waren.

3. Gestaltung der Übergangsphase

Als Übergangsphase gilt die Zeit, in der eine Lehrperson sowohl an der bisherigen als auch an der neuen Schule unterrichtet. Diese Phase bringt einerseits organisatorischen Aufwand, andererseits entsteht den Lehrpersonen Zusatzaufwand, für den die Modalitäten der Entschädigung zu klären sind.

Massnahme 3.1: Fahrtspesen mit dem öffentlichen Verkehr werden entschädigt, basierend auf dem tatsächlichen Aufwand. Maximal die Fahrt von der alten an die neue Schule.
Die Zeit, die für den Weg tatsächlich zusätzlich benötigt wird, wird entschädigt. Maximal die Zeit für die Fahrt von der alten an die neue Schule.

Massnahme 3.2: Einsätze am gleichen Tag an beiden Schulen sollen vermieden werden, ausser die Schulen sind räumlich nahe zusammen. Sinnvollerweise verständigen sich die beiden Schule auf Einsatztage. In dieser Übergangsphase wird auch ein gewisses Entgegenkommen der Lehrpersonen erwartet.

Massnahme 3.3:
Den Schulen wird im Rahmen des Projekts ein Betrag zur Verfügung gestellt, den die Schulleitung zur Minderung der Folgen der Personalwechsel einsetzen kann (z.B. professionelle Begleitung des Veränderungsprozesses, Übernahme von Unterrichtsmaterialien etc.). Den Fachschaften sollen für die Neuorganisation zusätzliche Entlastungen gewährt werden.